Mittwoch, 29. August 2012

Strafarbeit Part 6

Strafarbeit Part 1
Strafarbeit Part 2
Strafarbeit Part 3
Strafarbeit Part 4
Strafarbeit Part 5

Sohoooo, meine Lieben. Das Warten hat ein Ende - endlich kommt das wichtigste an einer Fanfiction. Die Sexzsene! Für meine Verhältnisse vielleicht etwas zu harmlos. Aber lest selbst.
Wer sich übrigens ernsthaft fragt, wie ich zum Lokifan wurde, dem sei gesagt, dass ich wohl eher ein Hiddlestoner bin. ;-) Mein Roommate ist schuld, der mir nicht nur Thor zu sehen gab, sondern auch "The Hollow Crown", eine BBC2 Verfilmung der Shakespeare Königsdramen. Man darf jetzt einmal raten, wer Prince Hal, bzw Henry V. spielte. Ich glaube sogar, es schon einmal erwähnt zu haben -- oder zweimal --- oder dreimal.

Wem das als Entschuldigung nicht reicht; Hier ein klitzekleiner Mitschnitt aus dem Hörbuch "The Red Necklace":


06.
Hast Du eigentlich keine Furcht, ich würde einfach gehen?“, fragte er unvermittelt.
Tilda saß mit ihm auf den Stufen zur Eingangstür und kaute an ihrem Sandwich. Sie schluckte schwer.
Ich glaube nicht, das Euer Bruder das zulassen würde, mein Prinz.“, brachte sie heraus.
Mmhm.“, sagte er und kaute einen Augenblick schweigend. „Aber – er kann doch nicht die ganze Zeit in Hlidskialf sitzen?“
Tilda war das Gespräch sichtlich unangenehm. „Jetzt geht es los,“ dachte sie bei sich. „Soll ich einfach mit der Tür ins Haus fallen?
Sie schluckte den letzten Rest Brot hinunter, trank umständlich aus dem Krug und beobachtete ihn von der Seite. Misstrauen lag auf seinem Gesicht.
Puh! Nun … Euer Bruder kann vielleicht seine Augen nicht überall haben. Nick Fury kann es aber. Der hat Tausende Augen und Ohren.“
 
Sie zog ihren Kopf ein und wartete auf den Wutausbruch. Der dann auch prompt kam.
Shield? SHIELD!“, schrie er los und sprang auf. „Was sagst Du da, Weib?!“
Die Entrüstung schüttelte ihn fast, die sichtbare Haut kippte ins dunkelblaue und ein Mal erschien auf seiner Stirn. Mit rot glühenden Augen sah er zu Tilda hinunter – ja wirklich hinunter, denn wie durch Zauberkraft schien er gewachsen und auf einmal zwei Köpfe größer geworden zu sein.
Du sagst mir jetzt – JETZT – nach all unseren ehrlichen Gesprächen, dass SHIELD mich beobachtet?“
Uns.“, warf Tilda ein.
UNS WAS!?“, schrie der Riese.
Uns, mein Prinz.“
Der Riese rang fast nach Atem vor Empörung. Völlig aufgelöst riss er die Hände zum Himmel und brüllte: „ICH WERDE NICHT BRECHEN! ICH WERDE MICH NICHT BEUGEN!“
Dann warf er sich herum und lief in den Wald.
 
Stille legte sich über die Blockhütte. Tilda rangen die Tränen aus den Augen. „Warum hat er mich nicht erklären lassen? Wie soll er jetzt verstehen …?“, schoss es ihr durch den Kopf.
Und dann erscholl der Walkürenritt aus ihre Hosentasche.

Verwirrt zog sie ihr Mobiltelefon heraus, sah auf das Display und rollte mit den Augen. Sie hob ab mit den Worten: „Wenn er keine Göttermacht mehr hat – warum verwandelt er sich dann?“
Sie lauschte einen Augenblick, bekam ein puterrotes Gesicht und brüllte ins Telefon: „Nein, ich habe hier nicht meinen eigenen, blauen Hulk!“
 
Ich hätte die Suche nicht so schnell aufgeben sollen.“, dachte Tilda, als sie im Bett lag. Sie wusste, der Schlaf würde nicht kommen, nicht, bis sie seine schweren Schritte im Nebenzimmer hören würde. „Und wenn er gar nicht wiederkommt? Wenn SHIELD ihn jagen wird?“ Alleine der Gedanke ließ sie schaudern.
Sie hatte ihn gesucht, stundenlang, bis es dunkel wurde und sie selber befürchtete, nicht mehr zur Hütte zu finden. Es war natürlich dumm zu glauben, es könnte ihm etwas passieren. Er war heute Nacht wohl das stärkste Raubtier im Wald.
Ich habe versagt … ich war nicht besser als sein Vater. Schon wieder hat ihn jemand angelogen, dem er Vertrauen schenkte.“ Dass es diesmal nur ein dummer Mensch war, tröstete sie kein bisschen.
 
Sie hatte, wie immer am Abend, das Bad für ihn fertig gemacht. Die Kerzen angezündet. Wein, Brot und Käse hingestellt. Die eine wichtige Stunde am Abend ganz für ihn alleine.
Und jetzt wird das Wasser kalt werden und die Kerzen eine nach der anderen verlöschen.“
Sie wusste, es würde ihr spätestens am Morgen das Herz brechen, wenn alles unangetastet dort stände und sie das Essen wieder einsammeln musste.
Und mit diesem Gedanken schlief sie tatsächlich ein, glitt in einen unruhigen Schlaf, von ihm bevölkert in tausendfacher Ausführung und in verschiedenen Blauschattierungen. Wie der Himmel in Asgard.
 
Sie erwachte nicht vom Vogelgezwitscher am Morgen, auch nicht von vorwitzigen Sonnenstrahlen, die sich durch ihr Schlafzimmerfenster stahlen. Sie erwachte kurz vor der Dämmerung, wenn die Nacht am Dunkelsten ist, weil sie spürte, dass sie nicht alleine war.

Sie öffnete die Augen und flüsterte in die Schwärze: „Es tut mir so leid. Ich wusste einfach nicht, wann der richtige Zeitpunkt ist. Ich wollte Euch zu Anfang nicht überfordern. Ihr wart so verzweifelt.“
Sie wartete, aber niemand antwortet. „Ist er immer noch ein Riese?“, überlegte sie. „Ist er immer noch wütend?“
 
Sie setzte sich auf und versuchte, das Dunkel zu durchdringen, doch das war zwecklos.
Ich bin keine Spionin!“, rief sie in die Dunkelheit. „Ich bin … ich bin Religionswissenschaftlerin mit dem Hauptfach nordische Mythologie. Mehr nicht.“, endete sie kläglich.
In der hintersten Ecke ihres Schlafzimmers glomm ein Licht auf, erst zitterig, dann größer und ruhiger werdend.
Er stand dort im Morgenmantel und hielt eine Kerze in den Händen. In deren Licht erkannte Tilda, dass er wieder menschlich war.
Und Deine Aufgabe bei SHIELD?“, fragte er kalt.
Den Göttern sei Dank, er redet mit mir!“, schickte sie ein stummes Gebet in die neun Welten.
Ich war auf der Gehaltsliste bei SHIELD als freie Mitarbeiterin“, erklärte sie mit zittriger Stimme.
Als damals Euer Bruder auf die Erde fiel und so ein Chaos angerichtet hat.“
 
Und das ist alles?“, fragte er sanft nach.
Nein.“, gestand sie leise und blickte zur Bettdecke. „Als Ihr den Vorstoß zur Erde wagtet, mit – mit Eurer Armee.“
Sie holte tief Luft. „SHIELD bat mich damals, mithilfe der Videoaufzeichnungen aus dem Deutschem Museum Eure Schritte zu deuten.“ Tilda schüttelte den Kopf.
Was sollte ich da sagen? Es war einfach ein nordischer Gott in Hochform.“ Sie sah zu ihm und versuchte, in dem schlechten Kerzenlicht seine Miene zu deuten.
Ich habe SHIELD einen allgemeinen Essay über Eure mythologische Bedeutung geschrieben, mit dem Schlusssatz, dass Ihr, mein Prinz, Euch eben so verhaltet, wie man es von Euch erwartet.“
Sie rutschte unruhig im Bett hin und her. „Ich meine, weil nach all den Erzählungen und den christlichen Eingriffen in Eure Geschichte eben ein böser Gott herausgekommen ist.“ Sie sah ihn an. „Ihr seid das, zu dem Euch die Zeit gemacht habt. Wie Ihr ja auch schon sagtet, mein … mein Prinz.“
 
Er trat an ihr Bett und stellte die Kerze auf ihren Nachttisch.
Eine der Kerzen aus dem Bad, dachte sie und in ihrem Magen kitzelte es.
Unverwandt blickte er sie an, als er sich auf ihre Bettkante setzte.
Bin ich also noch immer Dein Gott?“, fragte er leise.
Seid Ihr noch mein Prinz?“
Und er lächelte.
Sie schlug ihre Hand vor den Mund, um einen Schluchzer zurückzuhalten. Dennoch stiegen ihr die Tränen in die Augen.
Vorsichtig nahm er sie in die Arme. „Ich bin doch ein Gott, mit oder ohne Kräfte. Wer sonst als ich hätte da die Macht, Gnade zu zeigen“, hauchte er.
Ihr seid mir nicht böse, mein Prinz?“, schluchzte sie an seiner Brust gepresst.
Er sah zu ihr hinunter und wischte ihre Tränen mit seinem Bademantelärmel ab.
Erzähl bitte niemanden, dass ich bei Frauentränen schwach werde.“, flüsterte er in ihr Ohr.
Tilda musste kichern. Das war einfach zu absurd.
 
Und Lif?“ flüsterte sie, „hat sie nicht geweint, als Ihr ihr die Haare abgeschoren habt?“
Er lachte hell auf. „Du solltest nicht alles glauben, was Du liest!“
Sie nickte und sah ihn an. Das Kerzenlicht umschmeichelte sein Gesicht, und seine Augen funkelten fast magisch. Vorsichtig strich sie ihm über die zarten Wangenknochen, und ehe sie es zurückhalten konnte, flüsterte sie: „Mein süßer Prinz.“
Oh. Mein. Gott!“ Sie warf ihre Arme um ihren Kopf und zog die Beine an. Ihr Kopf platzte fast vor Scham. „Ich habe das jetzt bitte nicht laut gesagt!“
Er lachte nur. „Nun bin ich schon Dein süßer Prinz?“ Er griff nach ihren Ellbogen und bog sie auseinander. „Nun kommt, Milady, versteckt das Rot nicht!“
Es tut mir leid.“, kam es elend von Tilda.
 
Aber er grinste und nahm ihren Kopf in seine Hände. „Gesagt ist gesagt, Milady.“ Er presste neckend seine Lippen auf ihren Mund und ließ sie los.
Tilda schob sich weg von ihm. „Milady?“
Er lächelte sein kurzes, knabenhaftes Lächeln. „Ich kann doch schlecht neben einer Ameise liegen.“, erklärte er ihr und streichelte über ihre Wange. „Aber bei Milady ...“
Tilda wurde schwindelig. Wo eben noch ihr Magen war, gab es nun einen Brennofen, und in ihrer Brust wurde es kalt.
Ich habe Angst.“ dachte sie erschrocken. „Bitte, Ihr Götter, lasst mich IHN nicht fürchten!“

Cliffhanger  Very evil smile

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